Führerschein für Drohnen: “Sie müssen sich schon vorbereiten”

Führerschein für zivile Drohnen wird Pflicht

Ab 1. Oktober gilt für Drohnenpiloten in Deutschland eine Führerscheinpflicht, wenn sie Geräte ab einem Gewicht von zwei Kilo fliegen wollen. Zusätzlich müssen alle Geräte ab 250 Gramm mit einer Namensplakette gekennzeichnet sein. Tabu sind Flugverbotszonen wie etwa Flughäfen oder Menschenansammlungen. An der Flugschule FF-DroneAcademy.de von Frank Lemm können Drohnenflieger ihren Kenntnisnachweis nach §21d der Luftverkehrsordnung absolvieren, oder, etwas weniger kompliziert: Den Drohnenführerschein machen – wenn Sie denn die Prüfung bestehen.

SZ: Mal sehen, wie fit Sie mit den Prüfungsfragen sind. Also: Wer erteilt die Genehmigung für das Abwerfen von Sachen oder Ablassen von festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffen aus Luftfahrzeugen im Fluge?

a. Die örtliche Landesluftfahrtbehörde

b. Die lokale Flugsicherungsstelle

c. Das Verteidigungsministerium

d. Die Deutsche Flugsicherung

Frank Lemm: Was würden Sie denn sagen?

Ich würde auf Antwort d. tippen.

Falsch. Es ist die Landesluftfahrtbehörde, denn sie hat die Lufthoheit.

Aha.

Solange Sie sich am Boden befinden, gilt das Zivilrecht. Wenn die Drohne in die Luft aufsteigt, greift das Luftfahrtrecht. Und dafür sind in den einzelnen Bundesländern die jeweiligen Luftfahrtbehörden zuständig. Es gibt also keine übergeordnete Luftfahrtbehörde für Drohnenpiloten.

Ganz schön kompliziert. Vergeht Ihnen bei all der Bürokratie nicht der Spaß am Fliegen?

Es gibt Flugplätze für Segelflieger, also besondere Bereiche, in denen Menschen ihr Hobby ausleben. Und dann gab es immer schon Wildflieger, eine kleine Gruppe an Leuten, die irgendwo auf dem Acker fliegen. Drohnen haben eines Tages die Wildfliegerei salonfähig gemacht. Heute hat ja beinahe jeder im Englischen Garten ein solches Gerät dabei. Dass damit Gefahren entstehen und somit Aufklärung und Regeln nötig sind, ist doch klar.

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